Nachhaltiges Bauen

 

Nutzung nachwachsender, modifizierter oder rezyklierter Rohstoffe

Grafik: Stadtansicht mit Gebäuden, Straße und Baufahrzeugen Urheberrecht: © ISAC

Konventionelle Verkehrsflächenaufbauten bestehen meist aus Asphalt. Die Grundbaustoffe von Asphalt (Gesteine, Bitumen) sind keine nachwachsenden Rohstoffe. Die Verfügbarkeit von Bitumen ist an die Rohölförderung geknüpft. Der Einsatz nachwachsender Rohstoffe im Verkehrsflächenbau gelingt beispielsweise durch die Nutzung von Bindemitteln auf pflanzlicher oder teilweise pflanzlicher Basis, wie Polyurethan. Allerdings müssen für nachwachsende Rohstoffe für den Straßenbau teilweise noch Untersuchungen und Untersuchungsmethoden zur Performancecharakterisierung entwickelt werden.

Ein alternativer Ansatz ergibt sich aus der chemischen Modifikation von Bitumen. Hierbei werden zwar keine nachwachsenden Rohstoffe eingesetzt, jedoch können langlebigere Asphalte mit verbesserten Performanceeigenschaften hergestellt werden Beim Herstellungsprozess wird durch Zugabe dieser Flüssigkeit die Fluidität des Bitumens erhöht, sodass Asphalt bei um bis zu 30 °C abgesenkten Temperaturen hergestellt, eingebaut und verdichtet werden kann. Während des Abkühlens des Asphaltes erfolgt eine zweite Reaktionsphase, in der die funktionellen Gruppen im Bitumen vernetzt werden. Das dabei entstehende chemische Netzwerk verbessert die Performanceeigenschaften des Bitumens/Asphaltes (Verformungsstabilität, Ermüdung, Adhäsion) ohne das Tieftemperaturverhalten negativ zu beeinflussen. Deshalb befördert dieses Bitumenadditiv den Einsatz von Asphaltgranulat und damit die sichere und höhengleiche Verwendung von rezyklierten Baustoffen.

 

Beispielprojekte

AZwiSuB - Untersuchung von Asphaltzwischenschichten unter Betondecken

B2Last® - Verbesserung der Bitumenperformance durch chemische Modifizierung

Dauerhaftigkeit des Schichtenverbundes - Anwendung viskositätsverändernder organischer Zusätze im Asphalt