Reduktion von Lärmemissionen

  Grafik: Stadtansicht mit Gebäuden und Fahrzeugen Urheberrecht: © ISAC

Bauweisen mit offenporigen Decksichten tragen in erheblichem Maße zur Reduktion der Lärmemissionen bei. Die dominanten Wirkfaktoren sind die Luftdrainage, das Absorptionsverhalten, die akustische und mechanische Impedanz sowie die Textur der Fahrbahnoberfläche bis hin zur Fahrbahnebenheit. Einige dieser Faktoren stehen in einem Zielkonflikt mit der angestrebten mechanischen Performance der Baustoffe. Um diesen Zielkonflikt zu lösen, können ebenfalls alternative oder modifizierte Bindemittel eingesetzt werden. Es fehlen derzeit jedoch noch experimentelle und theoretische Ansätze, um ein (auch akustisch) optimales Materialdesign und einen sicheren und vor allem dauerhaften Einsatz dieser Baustoffe zu gewährleisten. Kooperationen bieten sich hier mit der Strömungsmechanik und der Akustik an.

Der Nutzen dieser neuen Ansätze muss über Öko-Bilanzierungen nachgewiesen werden, in welche neben den materialspezifischen Kenngrößen (Ressourcenverbrauch, Energieeinsatz bei der Materialherstellung, CO₂-Fußabdruck, Dauerhaftigkeit, Wiederverwendbarkeit) auch Größen aus dem Bauprozess eingehen. Dazu ist auch der Bauprozess mit all seinen Teilaspekten in die Überlegungen einzubeziehen und ein Konzept einer „grünen Baustelle“ zu entwickeln und eine ganzheitliche Lebenszyklusbetrachtung durchzuführen. Kooperationen bieten sich hier mit den Nachhaltigkeitswissenschaften an.

 

Beispielprojekte

Dauerhafte Betondecken - Akustische Optimierung von Betonoberflächen durch Texturierung des Festbetons

Leise, innovative Deckschicht auf Kunststoffbasis