Untersuchung von Gewöhnungseffekten beim Einsatz von fluoreszierenden Materialien

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  Foto von Verkehrsschildern Urheberrecht: © Pixabay
 
 

Problemstellung

Die Beschilderung stellt an den Verkehrswegen einen äußerst wichtigen Bestandteil der Straßeninfrastruktur dar und trägt maßgeblich zur Beeinflussung der Verkehrsteilnehmer bei.Besonders intensiv zu betrachten ist an dieser Stelle die Beschilderung innerhalb von Sondereinsatzbereichen. Zu diesen zählen beispielsweise Arbeitsstellen, Bereiche vor Kurven oder Bereiche mit erhöhter Wahrscheinlichkeit von spielenden Kindern. Hier wird von den Verkehrsteilnehmern eine erhöhte Aufmerksamkeit gefordert, um einen sicheren Verkehrsablauf zu ermöglichen. Zur Gewährleistung und Verbesserung der Verkehrssicherheit wird in einigen Fällen auf die Integration von retroreflektierenden sowie fluoreszierenden Materialien im Bereich der Beschilderung zurückgegriffen, da diesenachweislich schneller durch die Verkehrsteilnehmenden wahrgenommen wird.Effekte über die Langzeitwirkung dieser besonders auffallenden Beschilderung sind jedoch nicht bekannt.

Projektziel

Das Ziel dieses Forschungsprojektes ist es, etwaige Gewöhnungseffekte beim Langzeiteinsatz fluoreszierender Materialien zu untersuchen und aufzuzeigen. Im Zuge des Feldexperimentes wird dazu eine Evaluation der abweichenden Wirkungen zwischen konventionellen und fluoreszierenden Verkehrszeichen durchgeführt und berücksichtigt.
Zur späteren (praktikablen) Einbindung fluoreszierender Materialien im Verkehrsbereich sollen anhand der gesammelten Erkenntnisse Empfehlungen für den Einsatz fluoreszierender Beschilderung in Sondereinsatzbereichen erstellt werden.

Durchführung

Im Rahmen des Projektes werden verschiedene Sondereinsatzbereiche innerhalb ausgewählter Untersuchungsstrecken mit fluoreszierend ausgeführten Beschilderungen ausgestattet und das Fahrerverhalten erfasst und bewertet. Zeitgleich wird auf Referenzstrecken mit vergleichbaren Randbedingungen in konventioneller Ausstattung ebenfalls das Fahrerverhalten erfasst. Die Erfassung des Fahrverhaltens erfolgt dabei datenschutzkonform mittels Thermalkameras. So kann eine kontinuierliche und weitestgehend witterungsunabhängige Erhebung gewährleistet werden.